IDET001Schmerzhafte Risse im äußeren Faserring der Bandscheibe, sogenannte Fissuren, stellen die häufigste Ursache von diskogenen Rückenschmerzen dar.

Sie werden oft nicht erkannt, weil sie nicht einmal in der Kernspinaufnahme genau zu sehen sind. Während Risse im Faserring weit verbreitet sind, entsteht der Schmerz meist durch winzige Wirbelkörperbrüche, die leicht bei monotonen, häufig wiederkehrenden Belastungen der Wirbelsäule auftreten können. Durch diesen erstmaligen Blutkontakt (Bandscheiben sind normalerweise nicht durchblutet), kommt es im Bandscheibenkern zu biochemischen Reaktionen, die entzündliche, schmerzhafte Stoffe freisetzen. Diese Stoffe werden dann bei Belastung (langes Sitzen, Stehen, Tragen) in die Risse gepresst und reizen die dort befindlichen Schmerzrezeptoren.



i-pb4-002Die derart betroffenen Bandscheiben wirken äußerlich fast unauffällig. Die richtige Diagnose kann nur durch die Bandscheibenstimulation (Diskographie, s. unter Diagnostik) festgestellt werden. Ist diese bestätigt, können die davon ausgehenden Schmerzen mit verschiedenen, minimalinvasiven Behandlungstechniken, den intradiskalen Verfahren, behandelt werden.






i-pb4-003Die meisten von diesen Verfahren bewirken, dass durch Erhitzung von Sonden oder eines Katheters im Bereich der Faserringrisse die Schmerrezeptoren koaguliert (Koagulation = Gerinnung) werden.
Hierfür ist bereits eine milde Erhitzung von 45 bis 62 Grad Celsius ausreichend.

 

 

 

 

 


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