produkt_synchromedBei dieser neuromodulativen Behandlungsform macht man sich die Tatsache zu eigen, dass verschiedene Stoffgruppen, wie z.B. Opiate bei Schmerzen und Baclofen bei Spastik, wenn sie in das Nervenwasser, welches das Rückenmark umspült, eingebracht werden, in hoher Konzentration die dort befindlichen Schmerzrezeptoren besetzen können. Dies hat zur Folge, dass eine relativ kleine Substanzmenge zu einer effektiven Schmerzlinderung ausreicht, im Gegensatz zu der Menge, die erforderlich wäre, wenn man das gleiche Mittel oral einnehmen müsste. Diese Dosis wäre nämlich um ein Vielfaches höher, was wiederum zu allgemeinen Nebenwirkungen führen kann.

Die derzeit in der Schmerzbehandlung dafür eingesetzten Medikamente sind Morphin und Fentanyl gegen Schmerzen, sowie Baclofen bei Spastik.

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Indikation

Folgende Indikationen bestehen für den Einsatz einer Medikamentenpumpe:

  • stärkste Rückenschmerzen bei Z.n. Bandscheibenoperationen und (Rückenmark)- Verletzungen,
    die nicht in die Beine ausstrahlen.
  • Nervenschmerzen
  • schwere, degenerative Rückenschmerzen
  • Nervenschmerzen nach Verletzungen u. Operationen, die nicht auf SCS oder eine orale Pharmakotherapie ansprechen
  • Neuropathische Schmerzen bei CRPS 1 und 2, die nicht auf SCS oder eine orale Pharmakotherapie ansprechen
  • bestimmte Formen von Tumorschmerzen.

Die Medikamentenpumpen

Es gibt verschiedene Modelle von Medikamentenpumpen, die sich auch durch eine unterschiedliche Betriebstechnik auszeichnen. Prinzipiell unterscheiden wir 2 Typen: die gasdruckbetriebenen und die elektronischen Medikamentenpumpen. Die Auswahl richtet sich nach der Schmerzcharakteristik. Entscheidend zu dem Erfolg dieser Behandlung trägt, wie auch bei der SCS, die Tatsache bei, dass auch dieses Verfahren in einer Testphase mittels Katheter über mehrere Tage vor der endgültigen Pumpenimplantation erprobt wird.

 

 


 

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Leistungsspektrum